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Freitag 05. 09. 2014
Allgemein
Investmentclubs als Geldanlegergemeinschaft und Informationsbörse
von master


Investmentclubs als Geldanlegergemeinschaft und Informationsbörse
Als Mitglied in einem privaten Investmentclub kann man viel über Börse, Aktien und Finanzen lernen. Mehr Rendite bringt das gemeinsame Anlegen aber nicht automatisch.
Investmentclubs für Privatanleger
Investmentclubs bieten Privatanlegern einen guten Einstieg in die Finanzwelt. Mitglieder kaufen nicht nur gemeinsam Aktien, sie tauschen auch Informationen aus. Foto: Mascha Brichta © dpa

Fast 200.000 Bundesbürger sind in Investmentclubs organisiert. «Auf den ersten Blick geht es bei Investmentclubs darum, in einer Gruppe Geld anzulegen und zu sparen», sagt Marc Tüngler, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf. Noch wichtiger aber sei es, gemeinsam etwas über Finanzen zu lernen.
Investmentclub mit Freunden gründen

Die DSW brachte die Clubidee 1963 aus den USA nach Deutschland und ist heute der Dachverband von rund 6500 Investmentclubs. «Der typische Investmentclub hat etwa 30 Mitglieder, die sich im Freundes- oder Kollegenkreis kennengelernt haben und einmal im Monat treffen», sagt Tüngler. «Man kann schon mit geringen monatlichen Beträgen Mitglied in einem Club werden.» Anders als bei einem Einzelanleger kann das Geld des gemeinsamen Depots breiter gestreut, also über mehrere Anlagen verteilt werden. Auch die Bankgebühren sind niedriger als für Privatanleger.
Investmentclubs agieren demokratisch

«Bei Investmentclubs geht es um langfristige Geldanlage», sagt Tüngler. «Das ist nichts für Zocker, die auf kurzfristige Gewinne aus sind.» Wer keine Lust habe, sich zu engagieren, für den sei ein Investmentclub nichts. Ein Club solle eben gerade kein Fonds sein, in den man nur einzahlt. «Ein Investmentclub funktioniert in der Regel basisdemokratisch: jeder Kopf zählt und nicht die Höhe der Kapitaleinlage.» Der Vorteil: «Die Anlageentscheidung wird deutlich intensiver geprüft als daheim im stillen Kämmerlein.»
Wie man eine Investmentclub gründet

«Die Gründung eines Investmentclubs funktioniert im Grunde wie die eines Vereins - nur einfacher», sagt Tüngler. Statt einer Satzung brauche es lediglich einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag. Ziele und Anlagestrategie des Clubs sollten im Gründungsprotokoll festgehalten werden. Das vermeide Streit und lasse sich im Zweifel später leichter wieder ändern als der Vertrag.
Investmentclubs suchen Mitglieder

Alternativ zur Gründung könne man sich auch bestehenden Investmentclubs anschließen. Gerade größere und professionell gemanagte Clubs sind an neuen Mitgliedern interessiert. Der Hanseatische Anleger-Club (HAC) ist einer davon. Der Club aus Hamburg hat über 4000 Mitglieder in der ganzen Republik. Das Vermitteln von Informationen steht hier im Vordergrund. Dafür werden Vorträge und Seminare in verschiedenen Städten organisiert. «In Deutschland fehlt es vielen an Know-how, was Finanzthemen betrifft», sagt HAC-Geschäftsführer Michael Arpe.
Investmentclubs als Informationsbörse

Interessierte könnten auch Mitglied werden, ohne Geld zu investieren, und nur die Info-Angebote nutzen, betont Arpe. Einzige Aufnahmebedingung: der Mitgliedsbeitrag von zehn Euro im Monat. Wer in die Depots des Clubs einzahlen will, zahlt dafür eine Extra-Gebühr. «Wir richten uns an Kleinanleger, die nicht nur auf die Bankberatung vertrauen wollen», sagt Arpe.
Investmentclubs nicht automatisch rentabler

«Für Börseninteressierte können Investmentclubs sinnvoll sein, weil man sich dort über Finanzthemen austauscht», sagt Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam. Der Verbraucherschützer warnt aber auch: «Wer sein Geld vor allem vor Verlusten schützen will, für den sind Investmentclubs nichts.» Ob mit Club oder ohne - bei der Geldanlage gelte die Regel, das Vermögen über verschiedene Anlageformen zu verteilen: Festgeld, Rentenverträge, Immobilien und Wertpapiere.
Woran erkennt man einen seriösen Investmentclub?

«Ein Kriterium sollte sein, ob sofort eine Gebühr fällig wird oder ob man erstmal reinschnuppern kann», sagt Schaarschmidt. Seriöse Investmentclubs würden transparent arbeiten und einen Einblick in die Depotentwicklung geben. Auch solle man darauf achten, ob es Verträge gebe oder man in Vorkasse gehen müsse. «Dann sollte man unbedingt eine zweite Meinung einholen und die Verträge im Zweifel einem Anwalt zeigen.»
Fun im Investmentclub

«Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas darf man den Fun-Faktor nicht vergessen», sagt Tüngler von der DSW. Es mache einfach großen Spaß, sich als Investmentclub zu treffen, sich über Erfolge zu freuen und gemeinsam Verluste zu bedauern. «Das ist ein Hobby und eine Leidenschaft zugleich und das ist ja auch das Schöne daran.»
Quelle: dpa
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Freitag 05. 09. 2014
Allgemein
Rechtlichen Erleubnisfreiheit
von master

Erlaubnisfreiheit nach dem KWG

Allerdings erachtet die Bundesanstalt die Tätigkeit eines Investmentclubs und seines Geschäftsführers regelmäßig als erlaubnisfrei nach dem KWG, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

a) Die Anzahl der Mitglieder des Investmentclubs überschreitet nicht die Zahl 50.

b) Die Summe der von allen – höchstens 50 – Mitgliedern eingezahlten Gelder (ohne die Gelder der wieder ausgeschiedenen Mitglieder) übersteigt nicht 500.000,00 €. Kursgewinne oder -verluste und die von den Mitgliedern des Investmentclubs stehen gelassenen Gewinne, unabhängig davon, ob sie wiederangelegt werden, fließen nicht in diese Berechnung ein.

c) Inhaber der Konten und Depots ist der Investmentclub.

d) Der Geschäftsführer wird aus den Reihen der Mitglieder gewählt (Prinzip der Selbstorganschaft); er ist jederzeit von der Mehrheit der Mitglieder abwählbar, lässt sich seine Tätigkeit nicht vergüten und ist nicht zugleich Geschäftsführer in einem anderen Investmentclub.

e) Das einzelne Mitglied kann seine Mitgliedschaft in dem Investmentclub auf Basis der Clubstatuten jederzeit – auch ohne wichtigen Grund – kündigen; § 723 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) bleibt unberührt. Nicht mehr angemessen ist jedenfalls eine Frist von mehr als sechs Monaten nach Ablauf des Monats, in dem die Kündigung ausgesprochen wurde.

f) Jedes Mitglied hat Anspruch darauf, die Namen und Anschriften der anderen Mitglieder des Investmentclubs zu erfahren.

g) Es werden regelmäßige, mindestens jährliche Mitgliederversammlungen durchgeführt.

h) Als private Veranstaltung stellt der Investmentclub keine abhängig Beschäftigten ein und setzt auch keine freien Mitarbeiter auf Entgeltbasis ein, die den Geschäftsführer bei der Verwaltung des Portfolios unterstützen.

Quelle BAfin.de
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Donnerstag 04. 09. 2014


Investment Clubs
von master

Hier mal kurze informationen über die investment Clubs
findet Ihr unter Allwissenden Wikipedia
de.wikipedia.org/wiki/Investment_Club
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